JUGENDVERTRETUNG: Jugenddelegierte sehen Rio+20 als Startschuss für
Arbeit in Österreich!
BJV-Vorsitzende Johanna Zauner berichtet von
Verhandlungserfolgen junger Menschen bei der UN-Konferenz und
kritisiert das Fernleben von Umweltminister Berlakovich.
Wien (BJV - 22.06.2012 11:14 Uhr) Für die Bundesjugendvertretung (BJV) lässt sich das
Abschlussdokument des UN-Gipfels Rio+20 mit dem Titel "Die Zukunft,
die wir wollen" als kleinsten gemeinsamen Nenner beschreiben, indem
viele essentiellen Themen nur gestreift werden. Dass daher
Umweltminister Berlakovich der Konferenz eine gänzliche Absage
erteilte, kritisiert BJV-Vorsitzende Johanna Zauner, die bereits seit
zwei Wochen an den Konferenzen vor Ort teilnimmt:
"Internationale Konferenzen haben nur insoweit Sinn, wie sie auch auf
nationaler Ebene mitgetragen werden. Dass ein politisches Commitment
zu Nachhaltigkeit in Österreich leider fehlt, zeigt die Absage
Umweltministers Berlakovich jedoch ganz klar. Auch wenn der Minister
nicht zum Jubeln und Feiern nach Rio kommen wollte, hätte er doch
wenigstens seine Kritik hier äußern können, denn wenn alle den
Prozess schön reden, geht erst recht nichts weiter!"
Folgende Bilanz zieht die BJV-Vorsitzende aus Rio: "Aus Sicht der BJV
stellt das Outcome Document sicherlich nicht "the future we want"
dar, doch wir beurteilen den UN-Gipfel nicht als umsonst, denn es
gibt durchaus auch konkrete Erfolge und Schritte in die richtige
Richtung, die in der derzeitigen Berichterstattung oft untergehen."
Zwtl.: Einsatz junger Menschen bei der Konferenz brachte deutliche
Ergebnisse!
"Ein großer Erfolg für junge Menschen war die von vielen als
unmöglich eingestufte Wiederaufnahme des Bereiches non-formale
Bildung, der bereits aus dem Abschlussdokument gestrichen worden war!
Durch die Initiative der Major Group for Children and Youth und
Jugenddelegierten der ganzen Welt konnte dieses wichtige Thema wieder
in den Text reinverhandelt werden. Dies zeigt deutlich, wie wichtig
die Einbeziehung von jungen Menschen in politische Entscheidungen
auch auf internationaler Ebene ist", betont Johanna Zauner.
Zu weiteren positiven Ergebnissen zähle darüber hinaus der Beschluss
der Entwicklung der Sustainable Development Goals bis 2015, um dann
die Milleniumsentwicklungsziele abzulösen. Weiters dürfe man auch die
vielen kleinen Prozesse, die erst durch die Vernetzung vor Ort
entstehen konnten, nicht unterschätzen. Auch wenn es auf globaler
Ebene nicht zu einer gemeinsamen Einigung gekommen ist, entstanden
auf diesem Weg viele kleinere Projekte und Initiativen.
Zwtl.: Österreichische Jugendbeteiligung bei Rio+20:
In einem Projekt der Bundesjugendvertretung mit der
Jugendumweltplattform JUMP wurden auch für Österreich zwei
Jugendliche als offizielle Delegierte der österreichischen Delegation
ausgewählt. Gemeinsam mit der BJV-Vorsitzenden Johanna Zauner und dem
JUMP-Team reisten sie zur Nachhaltigkeitskonferenz, um die
Forderungen der österreichischen Jugend zu vertreten.
Resümierend fordert die BJV-Vorsitzende Johanna Zauner, dass es in
Zukunft selbstverständlich sein muss, dass bei internationalen
Konferenzen und in allen politischen Entscheidungsprozessen kein Weg
an der Einbeziehung junger Menschen vorbeigeht. Insbesondere müssen
deren umweltpolitischen Forderungen jetzt auch auf nationaler Ebene
Gehör finden: "Rio +20 war nur ein Startschuss! Jetzt geht es um ganz
konkrete Schritte für eine nachhaltige Zukunft für die nächsten
Generationen", so Zauner abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung
Mag.a Nicole Pesendorfer
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/2144499-15
Mobil: 0676/ 880 111 048
mailto: nicole.pesendorfer@jugendvertretung.at
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