BMUKK: Hohe Auszeichnungen an W. Specht, M. Pandel, K. Mayerhofer, E.
Bachmayer, H. Bergmüller, A. Hofbauer, W. Maritsch und E. Rinner
Wien (MUK - 02.07.2012 14:06 Uhr) Im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
wird heute im Rahmen eines Festaktes Werner Specht das Große
Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, Martin Pandel
das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
und Karl Mayerhofer das Bundes-Ehrenzeichen überreicht. Emmerich
Bachmayer, Heinrich Bergmüller, Andrea Hofbauer, Wolfgang Maritsch
und Erich Rinner wird der Berufstitel Professor verliehen.
Hon.-Prof. Mag. Dr. Werner Specht wird mit dem Großen Ehrenzeichen
für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Der
Erziehungswissenschaftler hat durch seine Tätigkeit die
österreichische Bildungsforschungslandschaft in den vergangenen
Jahrzehnten ganz entscheidend geprägt und wesentliche Anregungen für
schulische Bildungsreformen geliefert. Er schuf durch seine
wissenschaftliche Arbeit am Zentrum für Schulentwicklung in Graz
wichtige Grundlagen für die Etablierung einer evidenzbasierten
Bildungspolitik in Österreich. Werner Specht war Mitglied der
Zukunftskommission im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und
Kultur und fungierte 2009 als Herausgeber des ersten "Nationalen
Bildungsberichts Österreichs". Hervorzuheben ist auch seine
langjährige Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Österreichischen
Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB).
Seit 2008 ist er Leiter des Zentrums für Bildungsforschung und
Evaluation im Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und
Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE) in Graz.
Der Erwachsenenbildner Martin Pandel erhält das Goldene Ehrenzeichen
für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Als
Bildungsreferent im Bildungshaus Sodalitas in Tainach (Kärnten)
organisierte, moderierte und leitete er bereits rund 2.000
Veranstaltungen. Martin Pandel setzt sich seit Jahrzehnten, unter
anderem als Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Slowenisch als
Amtssprache" im Volksgruppentag und als Mitherausgeber von
Publikationen zum Thema Minderheiten, für den Dialog zwischen der
deutschsprachigen und slowenischen Volksgruppe in Kärnten ein.
Zuletzt präsentierte er in der Österreichischen
Präsidentschaftskanzlei sein aktuelles Werk "Volksgruppenfragen:
Kooperation statt Konfrontation".
Karl Mayerhofer wird mit dem Bundes-Ehrenzeichen gewürdigt. Er
gründete 1998 den Kulturkreis Kirchstetten (Niederösterreich) und
fungiert seit dieser Zeit ehrenamtlich als engagierter Präsident
dieses Vereins. Zu den Aktivitäten des Kulturkreises zählen unter
anderem die Teilnahme der Mitglieder an Kunstmessen und
internationalen Ausstellungen, die Organisation von Theaterfahrten
und die Unterstützung der örtlichen Sommerferienprogramme für Kinder.
Karl Mayerhofer ist Gründer des Verlags "Edition KKK" und betreibt
seit dem Jahr 2000 eine Galerie, in der regelmäßig Ausstellungen
nationaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler
stattfinden.
Den Berufstitel "Professor" erhalten:
SC i.R. Mag. Emmerich Bachmayer, langjähriger Leiter der Sektion
"Dienstrecht" im Bundeskanzleramt, hat sich durch zahlreiche Reformen
im Bundesdienst große Verdienste erworben. So trägt die
Besoldungsreform seine Handschrift und seine Bestrebungen, die
österreichische Bundesverwaltung in Richtung mehr Bürgernähe und
Serviceorientierung zu modernisieren, trugen dazu bei, dass die
österreichische Verwaltung zu den besten Europas zählt. Auf seine
Initiative hin konstituierte sich im Jahr 1999 das Führungsforum
Innovative Verwaltung als Vereinigung von Führungskräften im
öffentlichen Dienst. Er war lange Jahre Präsident dieser Vereinigung,
die regelmäßig wichtige und gut besuchte Veranstaltungen zu aktuellen
Themen organisiert. Als Herausgeber von "Verwaltung heute" (Beilage
zur Wiener Zeitung) und der Fachzeitschrift "VerwaltungInnov@tiv"
verfasste er zahlreiche Artikel zu aktuellen Fragen des öffentlichen
Dienstes, der Verwaltungsreform und des Personalmanagements. Seit
mehreren Jahren an der Salzburg Management Business School tätig, ist
er derzeit Repräsentant und Senior Consult für den Bereich des
Universitätslehrgangs "Public Management". Mag. Bachmayer ist Träger
des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik
Österreich und des Großen Silbernen Ehrenzeichens mit dem Stern für
Verdienste um die Republik Österreich.
Heinrich Bergmüller ist in SportlerInnenkreisen eine bekannte
Persönlichkeit. Er setzt sich seit Jahrzehnten mit großem Engagement
für eine optimale SportlerInnenbetreuung ein und hat als Trainer und
Betreuer von Spitzensportlern, unter anderem beim Österreichischen
Schiverband, hervorragende Leistungen erbracht. Die wissenschaftliche
Auseinandersetzung mit Themen aus den Bereichen
Trainingswissenschaft, Regeneration, Sportmedizin, Prävention und
Gesundheit ließen ihn innovative Ansätze bei der Trainingsmethodik
und Trainingssteuerung entwickeln. Er gilt auch als geistiger Vater
der "Ergometerklassen in Schulen". Zu würdigen ist auch Heinrich
Bergmüllers rege Vortragstätigkeit bei nationalen als auch bei
internationalen Veranstaltungen.
Andrea Hofbauer, MSc, MBA war im Rahmen ihrer Tätigkeit beim Verband
der DiätassistentInnen und ernährungsmedizinischen Beraterinnen
Österreichs maßgeblich an der Neuorganisation der berufspolitischen
Ausrichtung und an der Entwicklung eines zukunftsweisenden
Berufsbilds der DiätologInnen Österreichs beteiligt. Unter anderem
wurde unter ihrer Mitwirkung die Ausbildung akademisiert und die
wissenschaftliche Ausrichtung des Berufes verstärkt. Seit mehr als
zehn Jahren ist sie Präsidentin des Verbandes der DiätologInnen
Österreichs und organisiert regelmäßig Jahreskongresse, die sie mit
einem hohen wissenschaftlichen Anspruch ausrichtet. Damit hat sie
neue Standards für ihre Berufsgruppe im deutschen Sprachraum
geschaffen. Seit 2011 leitet Andrea Hofbauer den Studiengang
Diätologie am FH Campus Wien.
Dr. Wolfgang Maritsch studierte Psychologie und Philosophie und ist
seit 1985 freiberuflich als selbständiger Organisationsberater tätig.
Seit 1992 übt er Lehrtätigkeiten an verschiedenen
Bildungseinrichtungen aus, die der Erwachsenenbildung zuzurechnen
sind. Zu diesen Institutionen gehören die Salzburger
Verwaltungsakademie (Schwerpunkte: Mitarbeiterführung,
Teamentwicklung und Konfliktmanagement), die EURAC - Europäische
Akademie Bozen sowie die University of Salzburg Business School
(SMBS), wo er auch an der Entwicklung einzelner universitärer
Lehrgänge maßgeblich beteiligt war und ehrenamtlich am Aufbau des
Family Business Center Austria der SMBS mitwirkt. Als Sammler und
Leihgeber zeitgenössischer Kunst vernetzt Wolfgang Maritsch im Rahmen
seiner Tätigkeit als Berater namhafter Unternehmen, künstlerische
Anliegen mit wirtschaftlichen Interessen. Sein Engagement an der
Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Organisationsberatung und Kultur
kann eine Vielzahl von nachhaltigen Erfolgen vorweisen.
Erich Rinner kann bereits auf eine rund 20-jährige erfolgreiche
Tätigkeit als Dozent für Trompete am Tiroler Landeskonservatorium
zurückblicken. Seit 2002 ist er auch Fachbereichsleiter für
Blasinstrumente und Schlagzeug sowie Leiter des
Blasorchesterlehrgangs. Die Erfolge bei internationalen Wettbewerben
zeichnen seine hervorragende Tätigkeit als Musikpädagoge aus. Von
besonderer musikwissenschaftlicher, pädagogischer und auch
kultureller Bedeutung sind auch seine weiteren Initiativen wie die
Gründung der "Brass Connection Tirol", die Förderung und
Unterstützung von Studenten aus Paraguay, die Verfassung von
Unterrichtsliteratur für alle Ausbildungsstufen und die Mitwirkung an
der Entwicklung von Trompeten und Flügelhörnern. Als Musiker,
vorwiegend als Solotrompeter, arbeitete er unter anderem mit Sergiu
Celibidache, James Levine, Zubin Mehta, Lorin Maazel, Christian
Thielemann und Sejii Ozawa.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsmedien
Tel.: +43-1-53 120-5152
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