Kinderfreunde zu Schulschwänzern: Strafen dürfen nur letztes Mittel
sein
Die Österreichischen Kinderfreunde unterstützen den Weg von
Unterrichtsministerin Claudia Schmied
Wien (KIB - 17.06.2012 11:34 Uhr) "Wenn es um Verletzungen der Schulpflicht geht, muss
in erster Linie im Sinne der Kinder und Jugendlichen gehandelt
werden", so Jürgen Wutzlhofer, Bundegeschäftsführer der
Österreichischen Kinderfreunde. Es sei deshalb von besonderer
Bedeutung, besonnen mit den Schülerinnen und Schülern umzugehen. "Der
aktuell vorgelegte Stufenplan von Unterrichtsministerin Schmied ist
daher als Modell zum Umgang mit Schulpflichtsverletzungen sehr zu
begrüßen", erklärt Wutzlhofer weiter.
Vom Vorgehen der anderen Parteien hält Wutzlhofer nichts: "Wenn
die einzige Antwort in der Debatte zum Thema die Erhöhung der Strafen
ist, sieht man schon, dass eine konstruktive Diskussion hier nur
schwer möglich ist." Es dürfe immer nur das letzte Mittel sein, die
Familien zu bestrafen. "Schulpflichtsverletzungen sind mit Strafen
nicht in den Griff zu bekommen, die Ursachen liegen meist tiefer
begraben und müssen dort bekämpft werden", so Wutzlhofer. Ein
Stufenmodell, in dem auf verschiedenen Ebenen nach dem
zugrundeliegenden Problem geforscht und mit unterschiedlichen
Methoden dagegen gearbeitet würde, sei der richtige Weg.
Es sei jedenfalls gut mit dem Problem umgegangen worden, ohne es
zu überdramatisieren. "Hier wurde ein Problem erkannt und eine
umfassende Lösung in mehreren Stufen ausgearbeitet. Wir sind uns
sicher, dass mit diesem Werkzeug gut gegen negative Entwicklungen
entgegengesteuert werden kann", so Wutzlhofer abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. (FH) Daniel Bohmann,
Pressereferent der Österreichischen Kinderfreunde
Tel.: 0699 / 19529488, daniel.bohmann@kinderfreunde.at
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OTS0018 2012-06-17/11:34
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