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"profil": EU-Kommissarin gegen Zugangsbeschränkungen an Unis

Vassiliou kritisiert Kürzungen bei Bildungsausgaben als "kurzsichtig"

Wien (PRO - 13.03.2010 08:00 Uhr)
In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou Budgetkürzungen im Hochschulwesen als "sehr kurzsichtige Handlungen". Es stehe fest, "dass es beim Bologna-Prozess sicher nicht um Budgetkürzungen geht. Die Finanzminister müssen einsehen, dass sich Investitionen in Bildung oder Gesundheit für die Zukunft eines Landes weitaus mehr bezahlt machen als der Bau von Autobahnen oder riesiger Amtsgebäude." Die von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl befürworteten Zugangsbeschränkungen für Unis lehnt Vassiliou ab. "Generell bin ich der Meinung, dass man den Zugang zu allen Bildungsstufen erleichtern soll. Der Markt verlangt immer höhere Qualifikationen. Wie soll man das erreichen, wenn man die Zahl der Studenten reduziert?"

Was de Zustrom deutscher Studenten an österreichische Hochschulen betrifft, so spricht sich die zypriotische EU-Kommissarin für eine "umfassende Lösung, die das EU-Recht respektiert" aus: "Wenn wir zur Meinung kommen sollten, dass die Auflagen der österreichischen Regierung zu den Studienplätzen für deutsche Studenten angemessen und mit EU-Recht vereinbar sind, könnten wir sie akzeptieren."
Die liberale Politikerin zeigt im "profil"-Interview auch Verständnis für die Proteste österreichischer Studenten. "Es ist ihr gutes Recht, gegen Missstände im Bildungswesen zu protestieren. Wenn es Fehler im Bologna-Prozess gibt, muss man auf Studenten hören, weil sie schließlich die Hauptbetroffenen sind."
Rückfragehinweis: "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/179/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0004 2010-03-13/08:00

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