ÖH der Medizinischen Universität Graz mahnt zum 8. März
"Taten statt Worte"!
Graz (HMG - 10.03.2010 16:25 Uhr) Anlässlich des Weltfrauentag am 8. März gibt es
seitens des Referates für Frauen und Gleichbehandlung der ÖH der
Medizinischen Universität Graz (MUG), unter der Leitung von Martina
Janisch, die Aufforderung an die Politik, in der Causa
Frauenförderung den Worten nun auch Taten folgen zu lassen.
Die Problematik der Gleichbehandlung veranlasst dazu, Druck auf
die verantwortlichen Politiker/Innen auszuüben.
Im Bezug auf die MUG weist Janisch auf die hervorragende Broschüre
"blickpunkt:gender" der Gender Unit der Medizinischen Universität
Graz hin, in der z.B.: auf die Diskrepanz zwischen der Anzahl an
weiblichen Studierenden (59,3 %) und der Anzahl an Professorinnen
(9,8 %) an der MUG hingewiesen wird.
Die UV der ÖH der Medizinischen Universität Graz findet die
Bemühungen um Verbesserung dieser Situation mehr als erstrebenswert.
Diese wünschenswerten Förderungen von Frauen fordern in erster Linie
mutige Politiker/Innen heraus, die zu ihren Entscheidungen stehen und
sie auch umsetzen (wie dies vor ca. 20 Jahren in den skandinavischen
Ländern mit Erfolg geschehen ist).
Janisch weist auf einige Schwerpunkte hin:
1.) Modifiziertes Mutter- und Vaterbild (z.B.: verpflichtende
Karenz für Väter, kritische Beleuchtung des allgemeinen
Familienbildes,...)
2.) Österreichweites einheitliches und ausgeweitetes
Betreuungsangebot für Kinder (Kinderkrippen, Kindergärten,
Ganztagsschulen, Ferienbetreuung, uvm!)
3.) Ernsthaftes Interesse von Unternehmen weibliche Talente zu
fördern!
4.) Neues Image für den Feminismus!
5.) Schließung der Lohnschere.
Auch bezüglich der Lehre gibt es Anregungen der ÖH, bestimmte
Themen vermehrt im Pflichtcurriculum anzubieten.
Janisch meint: Zu diesen gehört vor allem Gender Medicine, aber
auch die Thematik der gesundheitlichen Folgen von Gewalt. Es ist
bekannt, dass das Gesundheitswesen die erste Anlaufstelle von
Gewaltopfern ist. Eine Sensibilisierung kann nicht früh genug
erfolgen!"
Weiters unterstützt die UV der ÖH der MUG folgende Forderungen der ÖH
BV:
"Gleichstellungsmaßnahmen von Frauen und Männern in der
Arbeitswelt; die Schließung der Lohnschere mittels innerbetrieblicher
Offenlegung der Gehälter und Zuschüssen sowie Sanktionsmaßnahmen bei
Nichteinhaltung; mehr Frauen in die Wissenschaft; wirksame
Frauenförderung an den Hochschulen durch Quoten in allen Strukturen;
Mentoring von Studentinnen und jungen Wissenschaftlerinnen und
verpflichtende Genderlehrveranstaltungen in allen Studienrichtungen;
ein Ende der sexistischen Werbung in der Medienlandschaft;
bundesrechtliche und auf lange Sicht europarechtliche Regelungen zum
Verbot von sexistischer Werbung nach Beispielen aus Deutschland und
der Schweiz sowie die Förderung feministischer Medien."
Rückfragehinweis:
HochschülerInnenschaft an Medizinische Universität Graz
Martina Janisch, Referentin für Frauen und Gleichbehandlung
Tel.: +43/699/10849909
Mail: oeh-frauen@medunigraz.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/3293
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